Krankenhausvermeidungspflege

Was genau ist eine Krankenhausvermeidungspflege (§ 37.1 SGB V)?


Die Krankenhausvermeidungspflege dient dazu, dass ein Krankenhausaufenthalt vermieden wird. Das heißt, dass eine stationäre Behandlung notwendig ist und durch die häusliche Pflege vermieden werden kann.

Es besteht die Möglichkeit an dieser Stelle grundpflegerisch oder in der hauswirtschaftlichen Versorgung tätig zu werden.

Die Notwendigkeit bescheinigt der Arzt in seiner Verordnung. Mit der Grundpflege muss der Arzt auch mindestens eine medizinische Behandlungspflege verordnen. Laut Gesetz besteht der Anspruch bis zu vier Wochen je Krankheitsfall, in begründeten Ausnahmen auch länger.

Zum Beispiel:

Beim Waschen und Anziehen behilflich sein und eine Weiterführung des Haushaltes zu gewährleisten.

Wenn Leistungen der Pflegeversicherung gewährt werden (eine Pflegestufe liegt vor), ist eine Krankenhausvermeidungspflege nicht verordnungsfähig!

Die beantragten Leistungen bedürfen der Genehmigung durch die jeweils zuständige Krankenkasse. Die Krankenkasse kann im Verlauf des Genehmigungsverfahrens den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung mit einer Prüfung beauftragen.

Die Praxis gestaltet es sich heute jedoch häufig schwierig, diese Leistungen von seiner Krankenkasse bewilligt zu bekommen. Je nach Krankenkasse zahlt sich eine gewisse "Hartnäckigkeit" auf sein Recht zu bestehen, wenn dieses begründet ist aus.

Vorher wird seitens der Krankenkassen oftmals geprüft, ob die Person selbst oder jemand in ihrem Haushalt die Verrichtungen der Sicherungs- oder Krankenhausvermeidungspflege, gegebenenfalls nach Anleitung durch eine Pflegefachkraft, selbst ausführen kann.